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10.03.2018NLB

Niederlage im 2. Playoff-Halbfinal-Spiel

FB Riders DBR - Hot Chilis 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

Roosriet, Rüti ZH. 213 Zuschauer. SR Müller/Schmutz.

Nachdem die Chilis das erste Spiel der Serie für sich entschieden haben, wollte man auch in die zweite Partie mit derselben Energie starten und den Einzug in den Final erkämpfen.
Viele Fans waren an diesem Samstag angereist. Die Halle war voll, voll von heimischen sowie von Fans der Chilis. Die Stimmung war den Playoffs würdig und einem tollen Anlass stand nichts mehr im Wege.

Der Unihockey-Gott meinte es aber an diesem Samstag nicht gut mit den Chilis. Aus irgendwelchen Gründen, die bis jetzt noch nicht ganz klar sind, wurde das Team an diesem Tag bestraft. Das Momentum war während der ganzen Partie auf Seite des Heimteams und ein Schiedsrichtergespann, welches die gesamte Partie absolut nicht im Griff hatte und mit der hitzigen Partie komplett überfordert war, beeinflusste dieses Momentum zusätzlich. Dadurch spielte das Team aus Rümlang nicht nur während den Strafen in Unterzahl, sondern auch noch während der restlichen Spielzeit gegen vermeintliche «sechs» Gegenspielerinnen.

Daraus resultierte während 60 Minuten ein Kampf gegen eine Mauer, diese zu überwinden anscheinend verboten war. Obwohl man die Tore schoss, wurden sie nicht gezählt. Und obwohl man sich körperlich auf den Kampf einliess, wurde er nicht zugelassen.

Die Geschichte des Spiels ist demnach auch sehr schnell erzählt. Von vielen Strafen geprägt wurde auf beiden Seiten 60 Minuten lang gekämpft. Manche Spielerinnen mit mehr Bodenhaftung, andere mit weniger. Die beiden Torhüter zeigten sich in blendender Verfassung und beiden Teams war anzumerken, dass nur der Sieg zählte. Anfangs war das Spiel durch zwei Strafen geprägt.

In der 14. Minute konnten dann die Chilis durch Schellenberg vorlegen. Kurz vor der Pause erzielten die Ritterinnen noch den Ausgleich, womit man mit einem Unentschieden in die Garderobe ging. Der erste Treffer im zweiten Drittel lies nicht lange auf sich warten. Das Heimteam kam kurz nach der Pause zu ihrem Führungstreffer zum 2:1.

Darauf folgten noch zwei weitere Strafen und auch dieses Drittel ging zu Ende. Bis dahin war das Spiel relativ offen. Obwohl die Chilis ein Treffer zurück lagen, war noch alles möglich. Nach 20 Sekunden im dritten Drittel durfte wieder eine Spielerin der Chilis die beliebte Bank wärmen, und sie sollte nicht die letzte sein in dieser Partie. Nachdem das Heimteam ihren Vorsprung mit drei Zähler ausbauen konnte, hatte Schellenberg drei Minuten später die richtige Antwort bereit und verkürzte auf 3:2.

Die Chilis waren weiterhin mit Druck in der Feldhälfte der Riders, kämpften um jeden Ball und hatten die Kontrolle soweit in den eigenen Reihen. Nach dem Strafen-Feuerwerk gegen Ende des Spiels musste man sich jedoch geschlagen geben und ging als Verlierer vom Platz. (Anm. d. Red. Auf die Erwähnung der aberkannten Tore (Mehrzahl) wurde bewusst verzichtet)

Am Ende darf man sich durchaus die Frage stellen, ob Swiss Unihockey den Einsatz von Schiedsrichter in einem Playoff-Halbfinal Spiel verantworten kann, wenn diese dem Anlass nicht gewachsen sind.

Das Gesicht der beiden am Ende der Partie sprach jedenfalls Bände. Doch der Sport ist wie er ist, man soll sich auf die eigene Leistung konzentrieren, und nach Niederlagen gilt es schnellst möglichst zu verarbeiten, wieder aufzustehen und sich auf das Kommende einzustellen. Die nächste Partie ist immer im Anmarsch…

Tore:
14. S. Schellenberg (S. Adank) 0:1. 19. E. Scherrer (T. Schmucki) 1:1. 22. P. Pfister (I. Brünn) 2:1. 48. E. Scherrer (T. Schmucki) 3:1. 51. S. Schellenberg 3:2.

Strafen:
2mal 2 Minuten gegen FB Riders DBR.
5mal 2 Minuten gegen Hot Chilis Rümlang-Regensdorf.

FB Riders DBR:
Brünn (Gatzsch), Gerber, Thoma (C), Jablonowska, Pfister, Bühler, Werz, Brolund,
Stadelmann, Scherrer, Schmucki, Altwegg, Brünn, Hausheer, Roten, Gärtner, Widmer, Polenska

Hot Chilis Rümlang-Regensdorf:
Aegerter (Studer), Ruprecht, Berry, Lackova, Lüscher, Faude, Hagg,
Fäh, Huber, Jaunin, Schnyder, Bongaards, Kapp, Adank, Vroege, Keller (C), Rogenmoser, Schibli, Knecht,
Schellenberg

Best Player: Thoma (FB Riders), Aegerter (Hot Chilis)

Bemerkungen: Hot Chilis ohne Tschudin (rekonvaleszent)

Bericht: Murielle Lüscher