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20.12.2021Juniorinnen A

Eight in a row

Wild Goose – Hot Chilis Rümlang-Regensdorf 3:17 (2:8)

Auch wenn die Wild Goose in der Tabelle deutlich hinter den Rot-Grünen klassiert sind, war das Team bereits beim Einspielen sehr fokussiert. Zu präsent waren Spiele, in denen der Favorit gestolpert war. Dies wollten die Chilis unbedingt vermeiden. Dementsprechend legten sie auch gleich los wie die Feuerwehr. Torhüterin Egger, welche zunehmend auch noch zur Skorerin mutiert, schnappte sich einen Ball, lancierte Fassler und diese versenkte kaltschnäuzig.

Mit zwei weiteren Toren sorgten Huser und (nochmals) Fassler für eine beruhigende Führung. Danach liess man sich aber etwas gehen und die Wild Goose schafften es, auf 2:3 zu verkürzen. Deren Freude währte aber nicht lange, Fassler und Suter löschten – um beim Feuehrwehr-Bild zu bleiben – den Schwellbrand mit zwei weiteren Treffern innert kürzester Zeit. Die Chilis spielten sich förmlich in einen Rausch und hätte Suter bei einem Zweikampf an der Band nicht etwas kräftig zugelangt und eine Zweiminuten-Strafe kassiert, wäre die Zehn-Tore-Marke wohl noch vor der Pause geknackt worden. Immerhin hatten die Chilis so Gelegenheit, Boxplay zu spielen und schafften es, diese Unterzahl unbeschadet zu überstehen.

Nach Ablauf der Strafe rissen die Chilis das Spieldiktat wieder an sich. Vor allem die erste Linie war für den Gegner kaum zu bändigen. Fast nach Belieben durchspielten Suter, Wüest und Fassler die gegnerischen Reihen. Die Gegnerinnen wussten kaum, wie ihnen geschah. Besonders sehenswert war der zehnte Treffer, als Suter zuerst ihre Gegnerin tunnelte und Fassler dann direkt einschoss. Wäre Trainerin Hirschi anwesend gewesen, sie hätte an dieser Schusstechnik garantiert Freude gehabt. Suter hingegen möchte per sofort nur noch mit Olé-Suter angesprochen werden.

Nachdem die Chilis das Boxplay-Spiel bereits trainiert hatten, durften sie sich nun auch noch zweimal im Powerplay versuchen. Beide Powerplays waren zwar nicht besonders schön anzusehen, reichten aber dennoch je für einen Torerfolg. Da auch die anderen Linien in diesem Spiel einen hervorragenden Job machten und sogar die U17-Verstärkungsspielerinnen Reiser und Bösiger mehrfach trafen, resultierte nach 40 Minuten ein deutliches 17:3. Der geforderte Sieg war in trockenen Tüchern.

Tore:
2' Fassler (Egger) 0:1. 3' Huser (Rusch) 0:2. 4' Fassler (Wüest) 0:3. 5' 1:3. 7' 2:3. 9' Fassler 2:4. 11' Suter (Wüest) 2:5. 13' Bösiger 2:6. 14' Huser (Bösiger) 2:7. 16' Suter 2:8. 22' Suter (Wüest) 2:9. 24' Fassler (Suter) 2:10. 26' Wüest (Suter) 2:11. 27' 3:11. 32' Fassler 3:12. 33' Fassler (Suter) 3:13. 36' Wüest (Suter) 3:14. 38' Fassler 3:15. 39' Bösiger (Reiser) 3:16. 40' Reiser 3:17.



Hot Chilis Rümlang-Regensdorf – Reinacher Sportverein 13:3 (4:2)

Im zweiten Spiel trafen die Chilis auf ihren ersten Verfolger. Solche Spiele können dich lähmen. Oder sie beflügeln dich. Die Chilis wählten die zweite Variante. Bereits beim Einspielen und in der Garderobe war diese Entschlossenheit zu spüren, so dass sich der Trainer während des Warm-Ups gelassen auf einen Stuhl setzen konnte.

Die Chilis standen hinten äusserst solid und gewährten dem Gegner keine guten Abschlüsse. Und die Offensiv-Qualitäten des Teams sind ja hinreichend bekannt. So schoss Wüest ihre Farben in Führung. Dass man nach einem Tor immer einen neuen Block auf das Feld schicken soll, bewahrheitete sich in der folgenden Szene: Block 1 blieb auf dem Feld und kassierte prompt nur wenige Sekunden nach der Führung den Ausgleich.

Nur drei Minuten schickte Pupikofer mit einem weiten Ball Bösiger auf die Reise und diese netzte trocken zur Führung ein. Dieses Mal wurde der Block bei den Chilis gewechselt, nicht aber beim Gegner. Und auch dieses Mal galt das ungeschriebene Gesetz: Der neue Block traf, der nicht gewechselte kassierte. Die Chilis führten 3:1. Und weil es Fassler heute nach Tore-Schiessen stand, erzielte sie auch gleich noch einen weiteren Treffer. Die Reinacherinnen konnten vor der Pause immerhin noch auf 2:4 verkürzen.

In der Pause nahm sich das Team nochmals vor, einen Zahn zuzulegen. Hinten nichts mehr zulassen und vorne noch etwas kaltblütiger abschliessen. Dieses Vorhaben wurde sogleich umgesetzt, Wüest erzielte in der 21. Minuten das entscheidende 5:2. Bereits da stand der Sieger fest und spätestens mit Husers 6:2 waren die Chilis Festspiele eröffnet. Huser doppelte auf Zuspiel von Baur nach; letztere hatte es sich nicht nehmen lassen, ihr Sonntags-Mammut-Programm bei den A-Juniorinnen abzuschliessen und war erneut die gewohnte Verstärkung.

Die Alt-Albis-Linie mit ihr, Huser und Rusch harmonierte ebenfalls perfekt. Die Tore fielen nun in schöner Regelmässigkeit und die Chilis konnten sich gar noch den Luxus leisten, zu diskutieren, wer nun den zehnten Treffer schiessen dürfe oder müsse. Suter betrieb einmal mehr fast schon Arbeitsverweigerung, um ihre Eltern nicht erneut in die Küche schicken zu müssen. Sie vergab aus aussichtsreicher Position. Dafür bediente sie kurz darauf Wüest derart magistral, dass diese gar nicht anders konnte, als den Ball über die Linie zu drücken.

Danach lief Suter dafür die Zeit davon, das Spiel näherte sich dem Ende und sie wartete immer noch auf ihren ersten Treffer im Spiel. 45 Sekunden vor Schluss kamen die Chilis zu einem Freistoss und der Coach hatte ein Einsehen. Er nahm das Time-Out und gewährte Block 1 genügend Zeit, um eine Freistoss-Variante abzumachen. Danach brauchten Wüest und Suter genau vier Sekunden für den finalen Treffer. Es ist – etwas Philosophie zum Jahresabschluss sei erlaubt – halt wie so oft im Unihockey: Hinter jedem Torerfolg steckt eine lange Vorbereitung.

Mit dem achten Sieg in Serie gehen die Chilis souverän als Leader und mit vier Punkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger in die Winterpause. Weiter geht es (hoffentlich) Ende Januar. Das rot-grüne Ballett trifft dann auf Floorball Albis und den aktuell Zweiten Basel United. Bis dahin wünscht das Team allen frohe Festtage und gute Gesundheit!

Tore:
6' Wüest 1:0. 6' 1:1. 9' Bösiger (Pupikofer) 2:1. 9' Fassler (Suter) 3:1. 12' Fassler 4:1. 16' 4:2. 21' Wüest (Suter) 5:2. 26' Huser (Baur) 6:2. 27' Huser (Baur) 7:2. 30' 7:3. 32' Fassler 8:3. 33' Huser 9:3. 34' Wüest (Suter) 10:3. 35' Baur (Huser) 11:3. 36' Wüest (Fassler) 12:3. 40' Suter (Wüest) 13:3.

Bericht: Florian Saluz
 

 

Chilis: Reiser, Suter, Wüest, Pupikofer, Fassler, Huser, Baur, Rusch, Egger, Bösiger